Wir über uns

Wir verstehen uns als Netzwerk zur Selbsthilfe und helfen von Trennung betroffenen Eltern, Kindern und Großeltern. Gleichwertigkeit der Eltern auch nach deren Trennung ist eine unserer Forderungen.

Wir sind Ansprechpartner für die Betroffenen, wenn es darum geht, Schadenbegrenzung zu erreichen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine einvernehmliche Regelung meist tragfähiger ist als Entscheidungen Dritter. Dabei unterstützen wir, z.B. in Form von Eltern- oder Einzelgesprächen. Es gilt, die Kompromissbereitschaft der Eltern zu fördern. Ziel der Gespräche ist u.a. die Beseitigung von Ungleichgewichten und das Betonen der Gleichwertigkeit von Vater und Mutter.

Für Betroffene haben wir immer ein offenes Ohr. In Selbsthilfegruppen tauschen sich Mitglieder aus und erarbeiten Lösungswege. KbbE e.V. fördert die Bildung aller an der Trennung Beteiligten durch Veranstaltungen, Kongresse, Infostände, Fachreferate, etc.

Beim Erstellen von Schriftwechsel unterstützen wir. In der Zusammenarbeit mit den Jugendämtern wird begleitend eingegriffen.
Mitglieder können auf uns als Beistand, z.B. bei Gerichtsverhandlungen, zurückgreifen; gleiches gilt für den begleiteten Umgang. Regelmäßig führen wir Eltern-Kind-Veranstaltungen durch.

Ziele

Betreuung und Erziehung der gemeinsamen Kinder durch die leiblichen Eltern (ehemals „Umgang“)

Sofern keine einvernehmliche Vereinbarung unter den Eltern getroffen werden kann, betreuen und erziehen die Eltern ihre Kinder gleichwertig und gleichteilig (50:50). Kleinkinder bis zu einem Alter von sechs Monaten und deren Väter haben einen unabdingbaren Anspruch auf mindestens vier Stunden exklusiven Kontakt, mindestens alle zwei Tage, auch außerhalb des Wohnsitzes der Mutter. Kinder haben ein Recht auf eine wechselnde und gleichteilige Betreuung und Erziehung durch beide Elternteile. Der Wechsel erfolgt außerhalb der Ferienzeit wöchentlich, sofern keine andere einvernehmliche Vereinbarung unter den Eltern getroffen wurde.

Anmerkung zur Betreuung und Erziehung: Sollte unter den Eltern eine einvernehmliche Lösung für z.B. eine Betreuung im Verhältnis 80:20 ohne Rückwirkungsklausel zu 50:50 in einem potenziellen Streitfall getroffen worden sein, kann dies die zu vermeidende sogenannte Einzelfallentscheidung notwendig machen.

Das Holen und Bringen der Kinder teilen sich die Eltern. Die Übergabe des Verantwortungsbereiches ist im Streitfall die Schule oder der Kindergarten, sonst der Wohnsitz des jeweils anderen Elternteils. Das bringende Elternteil ist derjenige, bei dem sich die Kinder zuletzt aufgehalten haben. Eingriffe in die Lebensgestaltung der Kinder in Bezug auf Spielkameraden, Spiel- und Sportgruppen sowie Kindergarten und Schule sind nur im gegenseitigen Einvernehmen der Eltern zulässig. Kinderbezogene Entscheidungen über deren Alltag werden von dem Elternteil getroffen, bei dem sich die Kinder zur Betreuung und Erziehung aufhalten.

Um nicht missverstanden zu werden: Das Vorstehendes bezieht sich auf uneinige Eltern.

Präambel

Ausgangsbasis ist die bestehende alltägliche Verletzung der Grundrechte von Kindern und die Ungleichbehandlung von Vätern und Müttern, mit der Folge, dass viele Kinder nach der Elterntrennung ein Elternteil verlieren.

Ursachen

  • Gesellschaftliches Unverständnis - Mythos: Kinder gehören zur Mutter
  • Einzelfallentscheidung durch Gerichtsverfahren und deren lange Verfahrensdauer
  • Unzureichende Formulierung bestehender Gesetze
  • Nicht-Anwendung bestehender Gesetze
  • Interessen der „Scheidungsindustrie“, die den Bedürfnissen der Kinder und deren Elternteilen diametral entgegenstehen

Ziele

Das Ziel ist es, Kindern ein unabdingbares Recht auf Betreuung und Erziehung durch Vater und Mutter zu geben. Ganz besonders dann, wenn sich die Eltern trennen. Bei der „strittigen“ Trennung müssen Eltern die Möglichkeit haben, „auf gleichgestellter Basis“ eine gemeinsame Lösung im wohlverstandenen Interesse ihrer Kinder zu finden.

Begründung

  • Streitende Eltern verfallen oft in „Sprachlosigkeit“. Damit fehlt ihnen meist die Möglichkeit, eine gleichwertige Lösung zu finden.
  • Die Präjudizierung durch die so genannte herrschende Meinung, also durch gerichtliche Entscheidungen, schließt die außergerichtliche Einigung aus.
  • Mit Begriffen wie beispielsweise „Lebensmittelpunkt“, „Kindeswohl“ oder „nicht vorhandene Kommunikation unter den Eltern“ wird oftmals Schindluder getrieben, und es werden Gesetze missbraucht.

Unsere Kinder brauchen beide Eltern, damit sie mit beiden Beinen durchs Leben gehen können.

Forderungen

Präambel

Der ungehinderte familienfähige Umgang der Kinder mit beiden Elternteilen ist ihr natürliches Recht und von der staatlichen Gemeinschaft besonders zu schützen.

Zuhause (ehemals „Lebensmittelpunkt“)

Kindern, deren Eltern sich getrennt haben, steht, sofern die leiblichen Eltern keine anders lautende einvernehmliche Vereinbarung getroffen haben, ab der örtlich vollzogenen Trennung der Eltern ein Zuhause bei dem leiblichen Vater und ein Zuhause bei der leiblichen Mutter zu. Die beiden Zuhause sind unabdingbar ethisch, rechtlich und steuerlich gleich. Der Lebensmittelpunkt sind die Kinder und wandert mit ihnen.

Eheliche und nicht eheliche Kinder sind gleich zu stellen

Durch die aktuelle Gesetzgebung werden Kinder ihrer Grundrechte „beraubt“.

Sicherstellung des Lebensunterhaltes aus eigener Kraft (ehemals „Unterhalt“)

Jedes Elternteil muss, sofern keine andere einvernehmliche Reglung erzielt wurde, das jeweils andere Elternteil ab der vollzogenen Trennung durch eine (mindestens) hälftige Übernahme der Betreuung der gemeinsamen Kinder unterstützen, um seinen eigenen und den anteilig hälftigen Lebensunterhalt der Kinder selbst erwirtschaften zu können. Jedes Elternteil hat das Recht und, wenn Transferleistungen vom bisherigen Partner beansprucht werden, die Pflicht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Von dieser Pflicht kann er nur von dem Leistenden der Transferleistungen gegebenenfalls einvernehmlich entbunden werden.

Steuerliche Gleichstellung

Wir fordern die Gleichstellung bei der Besteuerung von traditioneller und getrennt lebender Familie. Aus unserer Sicht ist die aktuelle Besteuerung ein Verstoß gegen Grundrechte (Gleichheitsgrundsatz). Aktuell werden von ihren Kindern getrennt lebende Elternteile "bestraft". Auch durch die ungleiche Besteuerung drängt man sehr viele Familien nach Trennung und Scheidung unter das gesetzlich definierte Existenzminimum.

Sorgepflicht (ehemals „Sorgerecht“)

Die elterliche Sorgepflicht kann keinem Elternteil entzogen werden. Von der Sorgepflicht kann entbunden werden, wer nachweislich und nachvollziehbar körperliche und psychische Misshandlung und/oder Missbrauch am Kind begangen hat. Hier sind besonders strenge Maßstäbe und höchste Hürden anzulegen.

Diskriminierungsverbot

Niemandem, insbesondere Mitarbeitern von Kindergärten, Schulen, Ämtern und Behörden, Vereinen, Krankenhäusern und Ärzten ist es erlaubt, Kinder oder deren Eltern, die getrennt leben, zu diskriminieren oder einem Elternteil Informationen vorzuenthalten. Vater und Mutter müssen per Gesetz gleichwertig gestellt sein.

Sanktionen

Umgangsbehinderung oder –verweigerung führt zur sofortigen Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von mindestens einem Monatsnettoeinkommen, ersatzweise entsprechende Freiheitsstrafe. Von der Zahlung der Geldstrafe entbindet auch nicht der so genannte Selbstbehalt (Pfändungsfreigrenze), der Bezug von Arbeitslosengeld, Leistungen der Sozialhilfe o.ä. Bezüge.
Im Wiederholungsfall wird Zwangshaft verhängt.
Das Verbringen des Kindes / der Kinder aus der Familienwohnung an einen anderen Wohnort gegen den Willen des anderen Elternteils ist eine Straftat (§ 235 StGB).
Nur drastische Maßnahmen ermöglichen Trennungskindern, deren Eltern uneinig sind, die Betreuung und Erziehung durch Vater und Mutter durch zu setzen.

Zitat des Richters am OLG Bamberg Harald Schütz

vom 10.05.1997 auf dem 49. Deutschen Anwaltstag – Amtsblatt 8+9/97 Seite 466-468, 1997

"... in unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, dass gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden werden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell missbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestbehalt herabgesetzt werden. Die Dimensionen solchen staatlich verordneten Leidens erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben“

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